Die Errichtung oder die Renovierung von Häusern, die energieeffizienter als der vom Gesetzgeber vorgeschriebene Mindeststandart sind, werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt. Dies soll unter anderem den Kampf gegen den Klimawandel unterstützen und den Anteil an privaten Eigenheimen erhöhen. Die Förderung bzw. ihr Umfang, also die Summe an Zuschüssen, hängt davon ab, wie viel energiesparender bzw. energieeffizienter ein Haus ist oder werden soll, je nachdem ob es sich um einen  Neubau oder Sanierung handelt.

Die Fördermittel dieser energieeffizienten Häusern ist zum 01.02.2020 aufgrund des Klimapaketes und seinen gesetzlichen Änderungen stark gestiegen, was viele Bauherren freuen wird. Sie können, unabhängig von Neubau oder Sanierung, nun 20.000 Euro mehr als zuvor für ihr KfW-förderfähiges Haus bekommen. Die Höhe der individuellen Fördersumme differiert nach Umfang und Energieeffizienz des jeweiligen Vorhabens. Die Tilgungszuschüsse haben sich fast verdoppelt, die aktuellen Zahlen liegen zwischen maximal 18.000 Euro und 30.000 Euro. Außerdem sind für einzelne Maßnahmen maximal weitere 50.000 Euro für die Bauherren drin. Die anrechenbaren Kosten für die Maßnahmen liegen bei höchstens 120.000 Euro.

Des Weiteren hat sich die KfW dafür entschieden, zusammen mit dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausführungskontrolle (BAFA) klimafreundliche Heizsysteme zu fördern, um den Klimawandel weiter aufzuhalten. Hierbei werden die Einzelmaßnahmen hauptsächlich vom BAFA übernommen, es ist jedoch auch hier möglich, weitere Zuschüsse von der KfW zu erhalten, indem die Bauherren diese als sogenannten Ergänzungskredit bei der KfW beantragen. Diese Ergänzungskredite sind unter anderen für Biomasse-Anlagen, Solarthermieanlagen und Wärmepumpen verfügbar, eine genaue Aufstellung mit detaillierter Beschreibung, Fördersumme und Beispielen finden sie auf der Internetseite des BAFA zum Download bereitgestellt (www.bafa.de).

Während die umweltfreundlichen Energiesysteme also künftig höher gefördert werden,  wurden die Förderungen für Ölheizungen komplett gestrichen, insbesondere für das KfW-Effizienzhaus, aber auch für Umbauten, die eine Ölheizung beinhalten. Hier bietet das BAFA eine Prämie im Rahmen eines neuen Marktanreizprogrammes für den Austausch Ihrer Ölheizung an. Dieses Programm beinhaltet in der Praxis bis zu 50.000 Euro für einzelne Wohneinheiten und bis zu 3.5 Millionen Euro für Nichtwohngebäude, also zum Beispiel Büro- oder Lagergebäude. Die bezuschussten Kosten setzen sich in erster Linie aus den Installations-, Einstellungs- und natürlich den Anschaffungskosten zusammen.

Wichtig ist noch zu wissen, dass sich die Art der fachlichen Begleitung, die zwingend nötig ist, um eine KfW-Förderung zu bekommen, geändert hat. Nun können auch Architekten und Ingenieure mit entsprechender Fortbildung für die Bauherren den Energieausweis für ihr Haus bzw. ihre Heizung ausstellen, den diese nach wie vor benötigen um ihre Förderung zu beantragen. Informieren Sie sich gern bei unseren Finanzpartnern unabhängig über die Möglichkeiten der verschiedenen Förderprogramme, oder sprechen Sie unsere unabhängigen Neubaubmakler in Ihrer Region an. Wir freuen uns auf Ihren Kontakt!