Bauen im Alter: ein nicht erfüllbarer Wunsch. Oder?

Den Traum vom Eigenheim träumen viele Menschen, doch für dessen Verwirklichung den richtigen Zeitpunkt zu finden, ist für viele nicht einfach.

 

Man kennt es: in jungen Jahren hat man noch sehr viel Lebenszeit vor sich und einen Kredit für ein Haus könnte man, aus rein zeitlicher Sicht, leicht abzahlen. Jedoch fehlen hier nicht selten die finanziellen Rücklagen, um überhaupt einen Kredit, geschweige denn in der Wunschhöhe, zu erhalten. Also wird sich die nächsten Jahre erstmal auf die Karriere konzentriert.

 

Doch auf einmal werden andere Dinge wichtig. Die Lebensgemeinschaft mit dem Partner ist nun lange genug „eheähnlich“, um es einmal im Beamtendeutsch auszudrücken, und soll in eine richtige Ehe umgewandelt werden. Sprich, es wird geheiratet. Das kostet natürlich eine Menge Geld und die Flitterwochen in der Karibik noch einmal doppelt so viel. Der Hausbau rück erst einmal etwas nach hinten. Doch wirklich perfekt ist das Familienleben erst, wenn man am Tisch nicht länger allein sitzt, außerdem würden die Eltern gerne mal ein oder zwei Enkelkinder auf dem Schoß sitzen haben. Kinder sind etwas großartiges, weniger toll ist leider, dass in der Regel ein Elternteil zu Hause bleibt und somit dessen Einkommen teilweise bis ganz wegfällt. Im Anschluss wird häufig in Teilzeit gearbeitet, damit man mittags für die Kinder da sein kann, wenn sie aus der Schule kommen. Irgendwann sind dann wieder zwei volle Einkommen gegeben, aber jetzt bauen? Noch sind die Kinder im Haus, aber wie lange wird das noch so sein? Wenn man jetzt baut, hat man vielleicht in 3 Jahren schon 2 Zimmer zu viel und das Wohnzimmer ist auch deutlich zu groß, wer soll das denn alles putzen? Also warten mit dem Bau der eigenen vier Wände.

 

Irgendwann ist es dann so weit, der Junior zieht für sein BWL-Studium nach Berlin in eine WG und seine große Schwester ist für ein Jahr nach Amerika gegangen und arbeitet dort als Au Pair. Eigentlich steht der Verwirklichung des vor ca. 25 Jahren geträumten Traums vom Eigenheims nun nichts mehr im Wege. Obwohl, nach einer so langen Zeit der Fürsorge und finanziellen Aufopferung (Klamotten sind teuer, die Führerscheine ebenso und auch beim Ausstatten des WG-Zimmers und an der Reisekasse beteiligt man sich natürlich), muss man auch mal wieder was für sich tun.

 

Die Freiheit will genossen werden, Urlaub zu zweit steht mal wieder an und jeden Abend nur für sich und den Partner, bzw. die Partnerin, kochen, lohnt sich auch nicht wirklich. Außerdem haben doch in letzter Zeit so viele tolle neue Restaurants aufgemacht. Jetzt muss erstmal wieder richtig gelebt werden. Ein paar Jahre später, beim allmonatlichen Überweisen der Miete, kommt einem plötzlich wieder der Gedanke in den Kopf, dass so ein Eigenheim doch was Feines wäre. Ach was, Spinnerei, denken Sie sich. Mit Mitte 50 wird einem wohl kaum noch eine Bank einen Kredit geben. Außerdem lohnt sich der Baustress jetzt auch nicht mehr.

 

Spinnerei, sagen wir. Denn das Alter muss wirklich kein Hindernis sein, evtl. ist es sogar das genau Gegenteil.

 

Aus rein praktischer Sicht gibt es nämlich keinen besseren Zeitpunkt um ein Haus zu bauen. Die Kinder sind, in den meisten Fällen, aus dem Haus. Man muss für sie also keine festen Zimmer einplanen, die dann irgendwann leer stehen, weil sie nach deren Auszug keiner Verwendung mehr finden. Sie müssen also nur einplanen, was Sie auch wirklich und auf lange Zeit an Raum benötigen. Oft kann der Bau dadurch auch etwas kleiner ausfallen, was wiederum Kosten spart.

 

Aber nicht nur bei der Planung der Anzahl der Zimmer haben Sie Vorteile, auch bei deren Ausstattung. Oft ist bei eher jüngeren Bauherren zu beobachten, dass sie nicht mit einplanen, irgendwann einmal älter zu werden. Baut man hingegen erst in einem etwas höheren Alter, ist die Weitsicht häufig besser ausgeprägt. So denkt man viel eher an eine seniorengerechte Planung. Der Bungalow ist vielleicht doch etwas attraktiver als das Reihenendhaus, denn alle Räume befinden sich auf einer Etage und müssen, im fortgeschrittenen Alter, nicht umständlich über viele Treppenstufen erreicht werden. Auch baut man statt einem Keller vielleicht doch lieber einfach einen Hauswirtschaftsraum ins gleiche Stockwerk.

 

Barrierefreie Zugänge zu allen Räumen und Türen, durch die man auch mit einem Rollstuhl kommt, ermöglichen einen einfacheren Lebensabend in seinen eigenen 4 Wänden verbringen zu können. Bodentiefe Duschen sind plötzlich nicht nur optisch ansprechend, sondern erfüllen auch noch viele praktische Ansprüche.

 

Natürlich ist der finanzielle Teil nicht unwichtig. Der Gedanke, dass das mit der Rückzahlung der Kredite aus Sich vieler Banken schwierig ist, ist nicht aus der Luft gegriffen. Irgendwann, in nicht allzu ferner Zukunft, tritt man ins Rentenalter ein, was die monatlichen Bezüge schmälert. Und wenn man jetzt davon ausgeht, dass man so einen Hauskredit gut und gerne mal 30 Jahre zurückzahlt, kann man da schnell an seine finanziellen Grenzen stoßen.

 

Aber lassen Sie sich davon nicht entmutigen. Oftmals sieht der eigene Kontostand mit Mitte 50 nämlich gar nicht so schlecht aus. Dieser kann als Eigenkapital in die Finanzierung mit einfließen und so die Tilgungsrate, oder noch besser die Tilgungslänge, deutlich schmälern bzw. verkürzen. Dies verringert das Ausfallrisiko für die Banken enorm und öffnet Ihnen vielleicht doch mehr Türen von Kreditinstituten als gedacht. Auch eventuelle und bald auszuzahlende Lebensversicherungen können einen wichtigen Teil zu Ihrem Bauvorhaben beitragen. Achten Sie also bei Ihrem Kreditvertrag auf die Möglichkeit der Sondertilgung.

 

Sie sehen also: Der Traum vom Eigenheim kann auch im Alter noch gelebt werden. Und das sogar oft deutlich leichter als allgemein angenommen. Mehr erfahren Sie im Gespräch mit unseren unabhängigen Neubaumaklern oder den Finanzpartnern in ganz Deutschland!

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